Lehrveranstaltung im Wintersemester 2009/10
Proseminar: Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?
zusammen mit Jens Lemanski
Kommentar
Die Frage "Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?" gehört zu den Grundfragen der abendländischen Metaphysiktradition, wenn sie nicht sogar die Grundfrage ist. Von Leibniz, über Schelling und Schopenhauer bis zu Heidegger taucht diese Frage mit unterschiedlichen Schwerpunkten und in verschiedenen Perspektiven auf, in deren gemeinsamen Zentrum jedoch das ontologische Verhältnis von Nichts und Sein steht.
Daß diese grundlegende Frage immer noch von Bedeutung ist, machen Autoren wie Hannah Arendt oder auch Jean Baudrillard mit ihren Variationen und Neuakzentuierungen der traditionsreichen Frage deutlich. Das Seminar möchte anhand ausgewählter Texte von Leibniz, Schelling, Schopenhauer, Heidegger und Arendt die Frage nach "Sein" und "Nichts" sowohl in ihrer Bedeutung für die philosophische Tradition als auch für das Verhältnis des Menschen zur Welt entfalten.
Empfohlene Literatur:
- Ludger Lütkehaus: Nichts. Frankfurt a. M.: Haffmann (mehrere Auflagen)
- Walter Patt: "Warum ist überhaupt etwas, und nicht vielmehr nichts?" In: Stephan Grätzel (Hrsg.): Ausgangspunkt und Ziel des Philosophierens. (Schriftenreihe der Internationalen Maurice-Blondel-Forschungsstelle für Religionsphilosophie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ; 3) London: Turnshare, 2007, S. 153-190.
- Eberhard Jüngel: Gott als Geheimnis der Welt. Zur Begründung der Theologie des Gekreuzigten im Streit zwischen Theismus und Atheismus. Tübingen: Mohr, (mehrere Auflagen) nur § 2
Vorhergehende Lektüre ausgewählter Schriften (wird noch bekannt gegeben).
Primärliteratur wird noch bekanntgegeben