Kommentar zum Proseminar: Einführung in die politische Theorie im Mittelalter

Inhalt:

Trotz vermeintlich selbstverständlicher Staats- und Regierungsformen hat das lateinische Mittelalter eine Reihe überaus bedeutender politisch-theoretischer Texte hervorgebracht, die ein breites Spektrum von eher fürstenspiegelartigen Texten einerseits bis hin zu entfalteten Reflexionen auf Aufbau, Struktur und Funktion der res publica andererseits abdecken. Dabei werden Probleme der Ethik des politischen Handelns ebenso thematisch wie die auch politisch-praktisch fundamentale Frage nach dem Verhältnis von weltlicher und geistlicher Gewalt bzw. von Kaisertum und Papsttum. Wirkungsgeschichtlich überaus bedeutsam sind die auf dieser Grundlage entwickelten Ansätze einer ‚Trennung von Staat und Kirche’ geworden, die nicht zuletzt die Basis einer Relativierung staatlicher Machtansprüche bilden, wie sie für unsere Kultur fundamental sind.Im Seminar soll die Entwicklung politisch-theoretischen Denkens und Argumentierens an exemplarischen Texten von der Spätantike bis zur Frühen Neuzeit verfolgt werden. Ein besonderes Interesse gilt dabei auch den Folgen der Rezeption der Aristotelischen „Politik“ ab dem 13. Jh. 

Empfohlene Literatur:

Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Zusätzliche Informationen:

Teilprüfung zur Zwischenprüfung (Philosophie) ist möglich.

Studierende der Katholischen Theologie (Diplom, Kirchliche Prüfung) können das Seminar als Ersatz für die Vorlesung zur Anthropologie besuchen und sich über die Inhalte des Seminars im Rahmen des Vordiploms prüfen lassen. In diesem Fall ist die Teilnahme am zugehörigen Kolloquium obligatorisch.

Weiterführende Links Lehrveranstaltungen SoSe 2011

Kontakt Kontakt
Philosophie des Mittelalters
Dr. Dr. Stefan Seit
Philosophisches Seminar
Johannes Gutenberg-Universität
55099 Mainz
Tel +49 (0) 6131/39-24053


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