Dr. Andrea Heubach: Präsenzethik und intergenrative Ethik.

Unsere Lebensumstände haben sich in den vergangenen zwei Jahrhunderten weit reichend verändert - und mit diesen auch die philosophischen und politischen Problemstellungen. So sehen wir uns heute konfrontiert mit dem Artensterben, mit Ozonloch und Treibhauseffekt sowie dem Zuneigegehen nicht-erneuerbarer Ressourcen. Neu sind auch die immer größer werdende Staatsverschuldung und die Diskriminierung aufgrund des fortgeschrittenen Lebensalters.

Im Kontext dieser Problemstellungen stellt sich die Frage, was für eine Welt wir den nachfolgenden Generationen hinterlassen werden und, wie wir unser Zusammenleben mit anderen, älteren oder jüngeren, Generationen gestalten - was wir von Ihnen fordern dürfen und was wir ihnen schuldig sind.

Zumindest die Mehrzahl der zeitgenössischen Ethiken sind als Präsenzethiken dazu verdammt an der Schwelle zur Zukunft zu scheitern und ermöglichen so keine ausreichende Antwort auf die Frage nach dem "Wie" und "Warum" der intergenerativen Gerechtigkeit. In dieser Arbeit soll darum der Versuch gemacht werden, eine geeignete Ethik für das 21. Jahrhundert zu finden.

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