Philosophische Reihe
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Wilfried Noetzel
Schillers Sozialästhetik
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In unserer spätkapitalistischen Gesellschaft ist die Sozialästhetik einer vom Erwerbssinn weit mehr als vom Gemeinsinn befügelten Gebrauchsästhetik geopfert worden. Das sichert die Aktualität der Ästhetischen Erziehung Friedrich Schillers, der sich zu seiner Zeit sowohl gegen die gefühlsmäßige "Rohheit" als auch moralische "Erschlaffung und Verkehrtheit" einer deutschen Bevölkerung wandte, die er aus diesem Grund noch nicht für republikfähig hielt. Auch in der heutigen Bundesrepublik vermag der soziokulturelle Fortschritt nicht mit dem technologischen Schritt zu halten, wenn nicht ersterer sich gar in einem Prozess der Rückentwicklung befindet. Sittliches Handeln sollte nach Schillers Ansicht weder allein dem rigoritischen "Egoism unserer Vernunft" verpflilchtet werden, wie ihn die Deutschen sattsam bekannte moralistische Systeme allenthalben einfordern, noch aber dem hier und heute grassierenden "Egoism unserer Sinne" anheimfallen. |
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Eds.: Dr. C. Welz & Prod. Dr. K. Verstrynge
Despite Oneself
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Subjectivity seems at once constituted and questioned by a secret that lies at the core of human being and becoming. But how does this secret appear, and what does it consist in? Can we come to know it at all and represent it linguistically, or does it silently remain beyond our grasp? Is it the secret of singularity, or a secret to be shared and kept together with another? The book in hand explores different dimensions of this secret: the dialectics of interiority and exteriority, infinity and finitude, love and language, conscience and the limits of self-understanding, asymmetry and reciprocity in ethics and religion. The exploration takes its point of departure in the works of Søren Kierkegaard and Emmanuel Levinas. It contributes to the clarification of the complex relation of these thinkers and illuminates an issue that has so far not received the attention it deserves: the ambiguity of subjectivity that displays itself in the experience of being oneself despite oneself.
Authors:
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Guido Rademacher
Der Zerfall der Welt
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Der große Reiz, der von Philipp Mainländer ausgeht, liegt wohl hauptsächlich in seiner Philosophie des Zerfalls begründet, einem Gedankengerüst, das zu Streit und empörter Ablehnung schon immer herausgefordert hat, aus dem sich aber auch Erstaunen und Bewunderung bis ins 21. Jahrhundert hinein herausgehangelt haben. Ein weiterer Reiz, der zum Lesen, Denken und Nachforschen anregt, liegt in seiner Person selbst. Dieser Philosoph und dichter, der lange vergessen war, obwohl er sich im 19. Jahrhundert als Autodidakt konsequent in die erste Reihe der Schopenhauer-Schüler geschrieben hat und den Größenwahn und die geistige Verwirrung schon vierzehn Jahre früher als Nietzsche erleben durfte, der seine Philosophie schließlich konsequent und am Strick hängend verlebt hat - der ist es wert und selber schuld, dass man ihn in die Welt der Menschen zurückzitiert. Solch diffizile Aufgabe hat sich dieses Buch zum Ziel gemacht und versucht, mit einem erstmaligen Gesamtblick auf Leben und Werk, aber auch mit einem besonderen Schwerpunkt auf Prosa und Lyrik des Mythopoeten, nicht nur dem Philosophie-Interessierten das mainländersche Werk mit einer Prise Witz und Wissenschaft schmackhaft zu machen. |
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Weitere Informationen zur Philosophischen Reihe: www.philosophieportal.net