Kommentar zum Proseminar Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
Kants "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" gilt als Schlüsseltext neuzeitlicher Philosophie, weil diese Schrift eine normative Moralphilosophie entwirft, in der das selbstverantwortliche vernünftige Handeln des Individuums im Mittelpunkt steht. Aber auch innerhalb des kantischen Werkes kommt ihr eine Schlüsselposition zu: Vier Jahre nach Erscheinen des Hauptwerks der theoretischen Philosophie Kants, der "Kritik der reinen Vernunft", enthält die "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" die wichtigsten Ergebnisse der kritischen Periode und eröffnet Kants Auseinandersetzung mit der praktischen Vernunft. Der "kategorische Imperativ", der dabei bekanntermaßen eine bedeutende Rolle spielt, wird in der "Grundlegung" erstmals eingehend behandelt und begründet.
Empfohlene Literatur
I. Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Reclam-Ausgabe.
Heimer Klemme: Immanuel Kant. Frankfurt a. M.: campus-Verlag, 2004. [Reihe campus Einführungen]