PS

Titel der Veranstaltung

Meister Eckhart, Deutsche Traktate

Leitung

PD Dr. H. Benz

Ort

P 6

Beginn

15.4.2002

Wochentag

Mo

Zeit

15-17

Teilprüfung

nicht möglich

Gewichtung

inhaltlich

Leistungsnachweis

mündliches Referat

Voraussetzungen

Bereitschaft zur Übernahme eines Referates

Gegenstand der Veranstaltung

In Eckharts erster deutschsprachiger Schrift, ‘Reden der Unterweisung’ (Ende 13. Jh.), steht der Appell an den Menschen im Vordergrund, er solle nicht nur von allem Äußeren ablassen, sondern sogar von seinem Inneren zugunsten einer Freiheit für Gott und einer Einheit mit Gott: „Fang zuerst bei dir selbst an und laß dich...  Richte dein Augenmerk auf dich selbst, und wo du dich findest, da laß von dir ab“ (Nr. 3). Die Abgeschiedenheit von allem und das Sich-selbst-sein-Lassen kann für Eckhart nie so weitreichend sein, daß ein sich darin Üben der sich nicht stets „noch mehr lassen“ kann und soll (Nr. 4). Dieser auf die Spitze getriebene Rigorismus zielt darauf, dass der Mensch weniger in seinem Handeln als in seinem Sein von Gott „durchformt und in ihm verwesentlicht“ wird, dass der Mystiker schließlich „eins in jenem Einen“ wird, „in dem alle Mannigfaltigkeit eins“ ist (Nr. 6). Im ‘Buch der göttlichen Tröstung’ (1308) systematisiert Eckhart die Grundsätze seiner Ethik, insbesondere durch eine Erläuterung des Verhältnisses, in dem der Gute oder Gerechte zur Gutheit oder Gerechtigkeit steht.

Inhaltliches/Methodisches Vorgehen

Textanalyse und ggf. Vergleich mit anderen Aussagen Eckharts

Didaktische Vorgehensweise

Gemeinsame Lektüre und Diskussion

Artikel/Literatur zur Einführung

Kurt Ruh, Meister Eckhart: Theologe, Prediger, Mystiker, München 1985.

Dietmar Mieth, Die neuen Tugenden. Ein ethischer Entwurf, Düsseldorf 1984, S. 42-48 und 72ff.

Gewünschte Vorbereitungen der Teilnehmerinnen

Anschaffung des Textes: Meister Eckehart, Deutsche Predigten und Traktate, hg. und übersetzt von Josef Quint, Diogenes Taschenbuch, detebe-Klassiker 20642 (1979).