Gegenstand der
Veranstaltung
In den 20er Jahren des 20.
Jahrhunderts entstand durch den „Wiener Kreis“ eine neue philosophische
Bewegung, die durch eine radikal antimetaphysische, aufklärerische und
empiristische Grundhaltung geprägt war. Die Vertreter dieser Richtung des
„Logischen Empirismus“ forderten, die Philosophie als Königsdisziplin der
Wissenschaften zu entthronen und sie in den Dienst der empirischen
Wissenschaften zu stellen. Die Aufgabe der Philosophie sollte nunmehr darin
bestehen, eine „wissenschaftliche Weltauffassung“ zu begründen. Hierbei
sollte sie sich insbesondere der Methoden der modernen formalen Logik
bedienen.
In der Vorlesung soll der
Logische Empirismus in historischer und systematischer Hinsicht entwickelt
und sein bedeutender Einfluss auf die gegenwärtige Philosophie dargestellt
werden. Es werden darüber hinaus die zentralen Kritikpunkte am Logischen
Empirismus (z.B. von Popper und Quine, aber auch von Seiten der „Frankfurter
Schule“ durch Horkheimer und Adorno) behandelt.
|