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PS |
Titel der
Veranstaltung
Leibniz: Theodizee |
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Leitung
Werner Euler |
Ort
P 107 |
Beginn
19.04.02 |
Wochentag
Freitag |
Zeit
13:15-14:45 |
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Teilprüfung
Ist nicht möglich |
Gewichtung
Inhaltlicher Schwerpunkt |
Leistungsnachweis
Referat oder Hausarbeit |
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Voraussetzungen
Keine |
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Gegenstand der
Veranstaltung
Eines der beiden "Labyrinthe", in denen sich nach Leibniz die menschliche Vernunft oft verirrt, ist die Frage nach dem Verhältnis von Freiheit und Notwendigkeit, insbesondere mit Bezug auf die Erklärung des Ursprungs des Übels in der Welt. Diese Frage kann konkreter gefaßt werden als Frage nach der Übereinstimmung oder Unvereinbarkeit der menschlichen Handlungsfreiheit mit der notwendigen Einwirkung Gottes auf die geschaffene Welt. Die Existenz des Übels ist für Leibniz einerseits eine notwendige Voraussetzung menschlicher Freiheit, andererseits scheint sie Gottes Vollkommenheit zu negieren, da doch alles was existiert, von ihr abhängen soll. Leibniz versucht, diese Problemkonstellation in der 1710 veröffentlichten "Theodizee" durch rationale Analyse zu aufzulösen. Die Vernunft sucht gewissermaßen selbst die Gründe, durch die sie aus ihren labyrinthischen Verirrungen herausfindet. Das Wissen von der Notwendigkeit in ihrer begrifflichen Vielfalt und ihrer Bedeutung für das praktische Handeln, von der Freiheit des Menschen und von der Gerechtigkeit Gottes bilden den Hauptgegenstand der "Theodizee". Die Auflösung der Schwierigkeiten stützt sich dabei wesentlich auf die von Leibniz kreierte Theorie der "prästabilierten Harmonie", wonach Gott vor der Erschaffung der Welt in einem wohlüberlegten Plan alles so vorherbestimmt, miteinander verglichen und geordnet hat, daß die Welt, die sich daraus entwickelt, die beste aller möglichen Welten ist. Die Rechtfertigung des Schlechten in der Welt ist also gebunden an Leibniz' provokatives Theorem, die wirkliche Welt sei die bestmögliche. Textgrundlage: G. W. Leibniz: Die Theodizee von der Güte Gottes, der Freiheit des Menschen und dem Ursprung des Übels. Schriften Bd. II 1, 2. Hrsg. u. übers. v. Herbert Herring. Darmstadt 1985. |
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Inhaltliches/Methodisches
Vorgehen
Der Arbeitsablauf wird durch einen Themenplan, der zum Seminarbeginn verteilt wird, vorstrukturiert. Im Seminar sollen die im Themenplan angegebenen Textstellen aus dem umfangreichen Werk anhand der folgenden Leitfragen interpretiert und diskutiert werden: Was bedeutet "Freiheit" und "Notwendigkeit" bei Leibniz? Welche Probleme entstehen aus seiner Erklärung dieser philosophischen Begriffe und ihres Verhältnisses zueinander? |
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Didaktische
Vorgehensweise
Zu Beginn des Seminars wird vom Dozenten eine inhaltliche Einführung gegeben. Die zu besprechenden Themen werden individuell durch Text-Lektüre vorbereitet. Sie sind so gegliedert, daß sie jeweils auch als Thema für ein Referat gewählt werden können. Ziel ist die Herausarbeitung von Argumentationsstrukturen und Problemzusammenhängen durch genaue Textanalyse. Die einzelnen Problemfelder werden in gemeinsamer Diskussion erörtert, die jeweiligen Argumente einer kritischen Prüfung unterzogen. Sacherläuterungen und Hintergrundwissen werden vom Dozenten in (kurzen) Zwischenreferaten vermittelt. |
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Artikel/Literatur
zur Einführung
Finster, Reinhard / Heuvel, Gerd van den: Gottfried Wilhelm Leibniz mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt. Reinbek bei Hamburg 1990, 2. Aufl. 1993 (Rowohlts Monographien). Liske, Michael-Thomas: Gottfried Wilhelm
Leibniz. München 2000 (Beck'sche Reihe Denker). Poser, Hans: Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). In: Otfried Höffe (Hrsg.): Klassiker der Philosophie. Bd. 1: Von den Vorsokratikern bis David Hume. München 1981, S. 378-404. |
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Gewünschte
Vorbereitungen der Teilnehmerinnen
Lektüre der themenbezogenen Textabschnitte zur jeweils nächsten Unterrichtsstunde |
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