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PS |
Titel der
Veranstaltung
Einführung in die Philosophie des Daoismus (Interpretation ausgewählter Texte: Zhuangzi und Laozi) |
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Leitung
E. Kroker |
Ort
P 10 |
Beginn
19.4.2002 |
Wochentag
Freitag |
Zeit
14s.t.-15.30 |
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Teilprüfung
nicht möglich |
Gewichtung
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Leistungsnachweis
Kolloquium |
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Gegenstand der
Veranstaltung
Das "Dao De Jing" ist das meist übersetzte Buch Chinas. In archaisch lakonischer Wortfügung reiht es sibyllinische Texte aneinander, deren Dunkelheit häufig zu recht unterschiedlichen, zu höchst fragwürdigen Übertragungen verleitet hat. Von jeher faszinierte es die Intellektuellen sowohl im Reich der blumigen Mitte als auch später in der Welt des Abendlandes. Heidegger befaßte sich mit dem Text, Jaspers widmete ihm eine ausführliche Würdigung, Romano Guardini ließ sich von manch einem Gedanken Laozis, dem sogenannten Autor des Dao De Jing, anregen. Zhuangzi übernimmt von Laozi teilweise die Themen der Einheit, der inneren Heiterkeit und der Weltablehnung, die er freilich weiterentwickelt, systematisiert und ihnen mehr Kraft und Anschaulichkeit verleiht. Von Laozi unterscheidet er sich allerdings durch eine größere Tendenz zur Verinnerlichung. Die soziologische Besorgnis verschwindet. Das Nichteingreifen hat weder soziale noch politische Konnotationen und wandelt sich zu einem Zustand des Bewußtseins; weit mehr als der Traum von einem goldenen Zeitalter führt das Thema der Rückkehr zur Einheit, zu einem Streben danach, mit dem Fluß des Lebens eine Einheit zu bilden. |
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Inhaltliches/Methodisches
Vorgehen
Die Klärung des Wortes Dao wird zunächst vorausgeschickt. Dao gilt als letzte Weisheit. Diese letzte Weisheit ist eine. Sie handelt spontan. Sie bedarf nicht des Eingreifens durch das menschliche Bewußtsein. Das Denken kann nicht zu ihr vordringen, da es zwangsläufig dualistisch ist. Man kann zu ihr nur gelangen, indem man, gelassen abwartend, nur sie allein und natürlich handeln läßt. Dao ist die Quelle des Lebens und die alles durchdringende immanente und transzendente Wirklichkeit. An zweiter Stelle skizziere ich die daoistische Weltanschauung. Sie ist gegründet auf Gleichmut, auf Rückzug von weltlichen Angelegenheiten. Sie stützt sich auf Ablehnung der etablierten Wertvorstellungen. An dritter Stelle liegt mir daran, die Spontaneität des Nichthandelns, des Wu Wei, herauszustellen, ebenso wie die Bedeutung des Leeren, auch des geistigen Leerseins, als Fehlen aller Vorurteile und aller Parteilichkeit. |
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Didaktische
Vorgehensweise
Die oben angeführten Sachverhalte werden vor dem Hintergrund der abendländischen Philosophie diskutiert. Parallelen und Ähnlichkeiten werden aufgezeigt, die zum Verständnis beitragen können. Auf Folgerungen, die sich für die praktische Lebensführung ergeben, wird hingewiesen. |
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Artikel/Literatur
zur Einführung
Wolfgang Bauer: Geschichte der chinesischen Philosophie, S. 83 - 97 Isabelle Robinet: Geschichte des Taoismus, S. 45 - 51 Wolfram Eberhard: Geschichte Chinas, S. 43 - 51 Herbert Franke: Das chinesische Kaiserreich, S. 61 - 63 |
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