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LÜ |
Titel der
Veranstaltung
George Berkeley, „Three Dialogues between
Hylas and Philonous“ |
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Leitung
L. Mechtenberg |
Ort
P 12 |
Beginn
16.4.02 |
Wochentag
Di |
Zeit
8.30 – 10.00 |
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Teilprüfung
nein |
Gewichtung
Inhaltlicher und argumentationstechnischer Schwerpunkt |
Leistungsnachweis
Referat und Hausarbeit |
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Voraussetzungen
Bereitschaft zur Mitarbeit, zeitintensive Vorbereitung der Sitzungen, Englischkenntnisse |
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Gegenstand der
Veranstaltung
George Berkeley (1685 – 1753) ist der bis heute prominenteste philosophische Kritiker der Standardversion des direkten Realismus sowie des von Locke vertretenen indirekten Realismus. Im Gegensatz zur Standardversion des direkten Realismus behauptet Berkeley, dass die Objekte unserer direkten Perzeption bzw. unserer unmittelbaren Wahrnehmung keine materiellen, perzeptionsunabhängigen Gegenstände sind, sondern „ideas“, also immaterielle Vorstellungen, die „im Geist“ existieren. Diese Behauptung hat Berkeleys Position im Wesentlichen mit Lockes indirektem Realismus gemeinsam. Doch widerspricht Berkeley Locke mit seiner These, dass die genannten Vorstellungen keine materiellen Gegenstände repräsentieren. Vielmehr sind Vorstellungen Berkeley zufolge neben geistigen Substanzen („spirits“) die einzigen realen Gegenstände. Das Proseminar, ein Lektürekurs zu Berkeleys „Three Dialogues between Hylas and Philonous“, verfolgt zwei zusammenhängende Ziele. Zum einen sollen Berkeleys eigene Position und seine Kritik an den beiden zu seiner Zeit gängigen Versionen des Realismus textintern untersucht werden. Seine Argumente sollen analysiert und auf ihre Schlüssigkeit hin überprüft werden; und es wird die Frage zu beantworten sein, ob Berkeleys verschiedene Annahmen miteinander vereinbar sind. Zum anderen soll der Bezug zu wahrnehmungstheoretischen Debatten des 20. Jahrhunderts hergestellt werden. Es soll untersucht werden, ob und inwiefern die von Berkeley verwendeten Begriffe („idea“, „spirit“, „sense perception“) mit heutzutage gebräuchlichen Begriffen gleichzusetzen sind. Es soll diskutiert werden, wie aus dieser neu gewonnenen Sicht Berkeleys Prämissen zu beurteilen sind. Abschließend wird es um die Frage gehen, ob eine der gängigen Versionen des Realismus gegen Berkeley verteidigt werden kann. |
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Inhaltliches/Methodisches
Vorgehen
In Referaten und anschließenden Diskussionen werden Berkeleys „Three Dialogues“ und andere, in einem Handapparat bereitgestellte Texte in Bezug auf ihre Argumentationsstruktur und ihre Thesen vorgestellt und erörtert. |
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Didaktische
Vorgehensweise
Siehe oben |
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Artikel/Literatur
zur Einführung
George Berkeley, „Three Dialogues between
Hylas and Philonous“. In: A. A. Luce, T. E. Jessop (Hrsg.), “The Works of
George Berkeley, Bishop of Cloyne”. London 1948 – 1957 |
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Gewünschte
Vorbereitungen der Teilnehmer/-innen
Lektüre des oben genannten Textes unter der Fragestellung, was in den einzelnen Abschnitten jeweils Berkeleys Argumentationsziel, seine Annahmen und seine Schlussfolgerungen sind |
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