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Titel Der Veranstaltung

„Philosophie des Geistes IV: Intentionalität und mentale Repräsentation“

Leitung

Prof. Dr. Thomas Metzinger

Ort

P3 / P 15

Beginn

16. 4. 2002

Wochentag

Dienstag

Zeit

16-18 / 18-20

Gegenstand der Veranstaltung

 

Diese vierte und letzte Vorlesungsreihe wird sich jetzt – nachdem wir im ersten Semester das Problem des phänomenalen Bewusstseins untersucht haben, im zweiten das phänomenale Selbst und die Perspektive der Ersten Person und im dritten Semester die neuere Diskussion des Leib-Seele-Problems nach Ryle - der Frage nach dem Gehalt mentaler Zustände zuwenden: Was heisst es eigentlich, dass geistige Zustände eine Bedeutung haben? Was genau ist „Intentionalität“, die Gerichtetheit des Mentalen auf einen Gegenstand, und in welchem Sinne kann man sagen, dass mentale Zustände eine eigene Semantik besitzen? Kann Intentionalität naturalisiert werden und/oder gibt es Aspekte des menschlichen Geistes, die sich z.B. prinzipiell niemals auf einem künstlichen System realisieren lassen? Die Veranstaltung bildet eine in sich geschlossene Einheit, es ist nicht unbedingt erforderlich, die vorangegangenen Vorlesungen oder Seminare besucht zu haben. Unbedingt notwendig ist dagegen die Bereitschaft, regelmässig die angegebenen Texte zu lesen.

Der auf mehrere Semester angelegte Vorlesungszyklus versucht - in Kombination mit einem begleitenden  Hauptseminar - eine gründliche Einführung in die moderne Philosophie des Geistes anbieten. Die Philosophie des Geistes ist nach allgemeiner Auffassung seit geraumer Zeit die Leitdisziplin innerhalb der theoretischen Philosophie. Dementsprechend ist in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts die inhaltliche Komplexität der Debatte in ihrer argumentativen Dichte, der internationalen Vernetzung und in ihrem stetig steigenden Tempo nur noch schwer zu überschauen. Die wichtigste Funktion der Vorlesung wird deshalb darin bestehen, schrittweise einen zuverlässigen und systematischen Zugang in den Dschungel der gegenwärtigen Theoriebildung in den Bereichen „Geist“ und „Bewusstsein“ zu entwickeln. Dabei sollen jedoch zwei zusätzliche Schwerpunkte gesetzt werden. Erstens geht es darum, später auch zu zeigen, auf welche Weise die aktuelle Diskussion in früheren Stationen der Problemgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert verankert ist (z.B. bei Brentano oder Wittgenstein). Zweitens wird die Vorlesung die interdisziplinären Verflechtungen beleuchten, die sich zwischen der Philosophie des Geistes und den Neuro- und Kognitionswissenschaften, der Künstliche-Intelligenz-Forschung, der Robotik usw. entwickelt haben.

 

Die Veranstaltung ist geeignet für Hörerinnen

 

               ohne Vorkenntnisse                                mit Grundkenntnissen in Philosophie

     im Grundstudium                                    mit Vorkenntnissen bez. der Thematik

     im Hauptstudium                                    mit fundierten Vorkenntnissen

                                                                          

Artikel/Literatur zur Einführung

 

Wird im Internet zusammen mit dem Seminarplan bekanntgegeben.

 

Weitere Internetressourcen und Literaturhinweise werden in der Veranstaltung bekanntgegeben.

Gewünschte Vorbereitungen der Teilnehmerinnen

Bitte lesen Sie für die erste Sitzung:

Wird im Internet zusammen mit dem Seminarplan bekanntgegeben.