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PS |
Titel der Veranstaltung
Edmund Husserl: Aufsätze
über Erneuerung |
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Leitung
Christian Rabanus |
Ort
P 110 |
Beginn
15. April 2002 |
Wochentag
Montag |
Zeit
18.15 – 19.45 |
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Teilprüfung
Nein |
Gewichtung
Einführung in die Phänomenologie |
Leistungsnachweis
Referat, schriftliche Ausarbeitung |
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Voraussetzungen
Keine. |
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Gegenstand der Veranstaltung
In einer auf fünf Aufsätze konzipierten
Artikelserie für die japanische Zeitschrift Kaizo (das japanische Wort
“Kaizo” bedeutet Erneuerung) entwickelte Edmund Husserl, der Begründer der
Phänomenologie, in den Jahren 1922 und 1923, also nach dem Zusammenbruch der
“heilen” deutschen Welt des Kaiserreichs, das Konzept einer Ethik auf
phänomenologischer Grundlage in einer für Husserl beispiellosen Konkretion.
Was Husserls Logos-Aufsatz Philosophie als strenge Wissenschaft
von 1911 fordert, nämlich dass Philosophie “den höchsten theoretischen
Bedürfnissen Genüge leiste[n] und in ethisch-religiöser Hinsicht ein von
reinen Vernunftnormen geregeltes Leben ermögliche[n]” soll, wird in den Kaizo-Aufsätzen
inhaltlich eingelöst. Husserl konfrontiert dort Phänomenologie mit Problemen
der Praxis wie der individualethischen Erneuerung und der Erneuerung der
gesamten Menschheit. Aber nicht nur als wichtige Quelle zur praktischen
Philosophie Husserls sind die Kaizo-Aufsätze interessant, sie sind
geradezu ideal für eine Einführung in die Phänomenologie Husserls, weil sie
für ein Publikum abgefasst wurden, das mit der phänomenologischen Philosophie
nicht vertraut war. So stellt Husserl in dem ersten Aufsatz zunächst die
phänomenologische Methode vor, bevor in den folgenden Aufsätzen diese Methode
auf die Probleme der Erneuerung anwendet und damit deutlich macht, dass die
Phänomenologie den Versuch einer echten und universalen prima philosophia darstellt. |
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Inhaltliches/Methodisches Vorgehen
Lektüre des Textes, Diskussion der Probleme. |
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Didaktische Vorgehensweise
Referate und Koreferate. |
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Artikel/Literatur zur Einführung
Edmund Husserl. Ausgewählte Texte I/II. Hrsg. v.
Klaus Held. Stuttgart 1985/1986. Die beiden von Held herausgegebenen, leider nicht in der
Seminarbibliothek verfügbaren Reclam-Bände fassen wichtige Texte Husserls zur
Methodenproblematik und zur Lebensweltphänomenologie zusammen. Die
Einleitungen des Herausgebers stellen exzellente Einführungen in die
Philosophie Husserls dar. |
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Gewünschte Vorbereitungen der
Teilnehmerinnen
1.
Beschaffung des Seminartextes: Edmund
Husserl: Fünf Aufsätze über Erneuerung. In: Edmund Husserl: Aufsätze und
Vorträge (1922-1937). Hrsg. v. Thomas Nenon und Hans Rainer Sepp. (=
Husserliana Bd. XXVII). Dordrecht 1989, pp. 3-124. (Kopiervorlage in der
Bibliothek) 2.
Lektüre zur Einführung: Klaus
Held: Edmund Husserl. In: Margot Fleischer (Hrsg.): Philosophen des 20.
Jahrhunderts. Darmstadt 1995, pp. 79-93. |
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