Gegenstand der
Veranstaltung
„Frankfurter Schule” –
Bezeichnung für eine Gruppe von Philosophen und Sozialwissenschaftlern, deren
Zentrum das von Max Horkheimer ab 1931 geleitete Institut für Sozialforschung
in Frankfurt/M. war, vielleicht auch für eine der bedeutendsten
philosophischen und gesellschaftskritischen Richtungen des zwanzigsten Jahrhunderts.
Ansätze zur Geschichtsphilosophie, zum Praxisbegriff und zur Kulturtheorie
wurden für die vom Institut entwickelte „kritische Theorie” kennzeichnend.
Dieses Etikett wurde Max Horkheimers programmatischem Aufsatz über
„Traditionelle und kritische Theorie” entnommen. Das Institut diente als
Mittelpunkt und Hauptstütze für eine Reihe von einzigartigen Denkern, neben
Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Walter Benjamin, Erich Fromm, Herbert
Marcuse, Friedrich Pollock, Leo Löwenthal u.a. Die „Frankfurter Schule” –
insbesondere ihre Diagnosen von „Kulturindustrie” und Politik, ihre
Gesellschaftstheorie und ihre Ästhetik – erlebte durch die Studentenbewegung
der sechziger Jahre eine überwältigende Renaissance.
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