|
LÜ |
Titel der Veranstaltung
Montaigne: L’Apologie de Raimond de
Sebonde (Essais II,12) |
|||||
Leitung
M. Vollet, M.A. |
Ort
P 101 |
Beginn
15. 4. 2002 |
Wochentag
Montag |
Zeit
17.30-19 |
||
Teilprüfung
möglich |
Gewichtung
|
Leistungsnachweis
Hausarbeit, Protokolle, evt. Referat |
||||
Voraussetzungen
Französisch-Kenntnisse |
||||||
Gegenstand der Veranstaltung
Montaigne (1533-1592) als Philosoph behanden zu
wollen kann auf den ersten Blick fragwürdig erscheinen, wo er sich selbst
doch nicht immer als einen ansieht, und auch die äußere Form seiner Essais
(erstmals publ. 1580) scheint kein Ort spezifisch
philosophisch-systematischer Argumentation zu sein. Jedoch ist in diesen
Essais ein großer Gedankenreichtum und eine Vielfalt philosophischer Themen
zu finden. Die Apologie de Remond de Sebonde, die das 12. Kapitel des zweiten
Bandes bildet, ist das längste der Essais und zugleich eines der wichtigsten:
im Ausgang von der Übersetzung der Theologia naturalis (1436) des
katalanischen Theologen Raimundus Sabundus
(gest. 1436), die Montaigne auf Bitten seines Vaters und vielleicht auch auf
Veranlassung der Reine Margot
erstellt und 1569 publiziert hatte, stellt Montaigne hier eine
undogmatische Skepsis als Grundposition seines Denkens und Handelns vor. |
||||||
Inhaltliches/Methodisches Vorgehen
Zunächst Kurzeinführung in Biographie und
geistesgeschichtliche Voraussetzungen, dann gemeinsame Lektüre des Essais,
evt. mithilfe von Textpatenschaften. |
||||||
Didaktische Vorgehensweise
Nach Vorstellung des Horizontes, in dem die
Schrift steht (sowohl geistesgeschichtlich wie biographisch), sollte im
Fortschritt der Übung in gemeinsamer Lektüre eine zunehmend selbständige
Behandlung durch die Teilnehmer erfolgen. Eine französische Textgrundlage wird als
Kopiervorlage gegen Ende der Semesterferien in der Seminarbibliothek
bereitgestellt. |
||||||
Artikel/Literatur zur Einführung
Peter Burke: Montaigne zur Einführung. Hamburg (Junius) (2)1993. Ian
Maclean: Montaigne philosophe. Paris (PUF) 1996 (dt.: Montaigne als
Philosoph, München (Fink) 1998). Frédéric
Brahami: Le scepticisme de Monatigne. Paris (PUF) 1997. Martin Gessmann: Montaigne und die Moderne. Zu den
philosophischen Grundlagen einer Epochenwende. Hamburg (Meiner) 1997. |
||||||
Gewünschte Vorbereitungen der
Teilnehmerinnen
Lektüre des Seminartextes, Lektüre einer der kurzen
Überblicksmonographien (übrigens: in der Reclam-Montaigne-Ausgabe ist die
„Apologie“ extrem gekürzt!) |
||||||