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PS |
Titel der
Veranstaltung
J. Derrida Politik der Freundschaft |
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Leitung
K.-D. Eichler |
Ort
P 12 |
Beginn
30.10.2001 |
Wochentag
Dienstag |
Zeit
18-20 |
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Teilprüfung
möglich |
Gewichtung
inhaltlich |
Leistungsnachweis
Referat oder Hausarbeit |
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Voraussetzungen
Es sind keine speziellen Voraussetzungen nötig. |
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Gegenstand der
Veranstaltung
Freundschaft ist ein klassisches Thema der europäischen Philosophie. Sie wurde von der Antike bis heute immer wieder beschrieben, beschworen, gefeiert oder als Illusion verabschiedet. Das1994 erschienene Buch von J. Derrida Politiques de l’amitiė. (deutsch: Politik der Freundschaft, Frankfurt/M. 2000) ist nicht ein erneuter Versuch, das Wesen oder die ‚platonische Idee’ von Freundschaft zu reformulieren.Man kann es verstehen, als das Bemühen einer Dekonstruktion des Satzes “O Freunde, es gibt keinen Freund“ der seit Aristoteles am Anfang einer ganzen Tradition philosophischer, politischer und literarischer Texte steht, auf den sich so unterschiedliche Denker wie Cicero. Montaigne, Nietzsche, Carl Schmitt, Kant und Blanchot beziehen. Ausgehend von diesem Satz vollzieht Derrida eine dekonstruktive Lektüre der Opposition von Freund- und Feindschaft, wie sie im Begriff des Politischen und der Philosophie angelegt ist, um schließlich Voraussetzungen einer künftigen Theorie der Demokratie zu benennen. Demokratie gilt Derrida als der Ort „wo jeder in gleicher Weise ganz anders zu sein“ vermag. Das ist ein Postulat, das die Rede von der Menschenwürde und ihrer Unantastberkeit beim Wort nimmt und auf jegliche Zurichtung des Individuums – egal ob sie christlich, marxistisch oder humanistisch motiviert ist, verzichtet. |
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Inhaltliches/Methodisches
Vorgehen
Durch gemeinsame Lektüre des Textes soll die der Interpretation der Freundschaftsauffassungen einzelner Autoren (Aristoteles, Cicero, Montaigne, Kant, Nietzsche) zugrundliegende Ansichts Derridas erarbeitet werden. |
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Didaktische
Vorgehensweise
Trotz der Tatsache, dass es Derrida nicht um einen philosophiehistorischen Exkurs über Freundschaftskonzeptionen geht, sondern um die Exegese von Texten, die sich auf andere Texte über Freundschaft beziehen empfiehlt es sich aus didaktischen Gründen, die der Exegese zugrundeliegenden Freundschaftsaufassungen des Aristoteles, Ciceros, Montaignes, Kants und Nietzsches im Seminar in Form von Referaten mit zu thematisieren. |
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Artikel/Literatur
zur Einführung
H. Kimmerle: Jaques Derrida zur Einführung, Hamburg 2000; K.-D. Eichler: Philosophie der Freundschaft, Leipzig 1999 |
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