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Titel der
Veranstaltung
„Philosophie des Geistes III: Die neuere Diskussion des Leib-Seele-Problems seit Gilbert Ryle“ |
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Leitung
Prof. Dr. Thomas Metzinger |
Ort
P 15 |
Beginn
30. 10. 2001 |
Wochentag
Dienstag |
Zeit
18-20 |
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Gegenstand der
Veranstaltung
Dieser auf mehrere Semester angelegte Vorlesungszyklus wird - in Kombination mit einem begleitenden Hauptseminar - eine gründliche Einführung in die moderne Philosophie des Geistes anbieten. Die Philosophie des Geistes ist nach allgemeiner Auffassung seit geraumer Zeit die Leitdisziplin innerhalb der theoretischen Philosophie. Dementsprechend ist in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts die inhaltliche Komplexität der Debatte in ihrer argumentativen Dichte, der internationalen Vernetzung und in ihrem stetig steigenden Tempo nur noch schwer zu überschauen. Die wichtigste Funktion der Vorlesung wird deshalb darin bestehen, schrittweise einen zuverlässigen und systematischen Zugang in den Dschungel der gegenwärtigen Theoriebildung in den Bereichen „Geist“ und „Bewusstsein“ zu entwickeln. Dabei sollen jedoch zwei zusätzliche Schwerpunkte gesetzt werden. Erstens geht es darum, später auch zu zeigen, auf welche Weise die aktuelle Diskussion in früheren Stationen der Problemgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert verankert ist (z.B. bei Brentano oder Wittgenstein). Zweitens wird die Vorlesung die interdisziplinären Verflechtungen beleuchten, die sich zwischen der Philosophie des Geistes und den Neuro- und Kognitions-wissenschaften, der Künstliche-Intelligenz-Forschung, der Robotik usw. entwickelt haben. Die dritte Vorlesungsreihe wird sich – nachdem wir im ersten und zweiten Semester das Problem des phänomenalen Bewusstseins und die Frage nach dem phänomenalen Selbst untersucht haben - der neueren Diskussion des Leib-Seele-Problems nach Gilbert Ryle zuwenden: Was genau ist die Beziehung zwischen mentalen und physischen Zuständen? Gibt es so etwas wie psychophysische Gesetze? Was ist generell der ontologische Status des Mentalen? Die vierstündige Veranstaltung wird wieder eine Einführung in Fragestellungen der Philosophie des Geistes in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und in philosophische Probleme der Neuro- und Kognitionswissenschaften anbieten. Das wird diesmal geschehen, indem zunächst der Reihe nach die zehn wichtigsten Theorien vorge-stellt werden, die von Philosophen entwickelt worden sind, um das Leib-Seele-Problem zu lösen (bzw. um es aufzulösen): Der dualistische Interaktionismus, der emergentistische Materialismus, der Epiphänomenalismus, die verschiedenen Varianten der Identitätstheorie und des Funktionalismus, sowie die unter dem Namen „Supervenienztheorie“ bekanntge-wordenen Versuche, eine nicht-reduktionistische, eigenschaftsdualistische Variante des Physikalismus zu etablieren. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, Referate zu übernehmen und regelmäßig englischsprachige Originaltexte zu lesen. Die Veranstaltung richtet sich primär an Studierende der Philosophie, der Kognitionswissenschaften und der Neurowissen-schaften. Sie versteht sich aber auch als interdisziplinäre Serviceleistung für philosophisch interessierte Naturwissenschaftler im allgemeinen. |
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Artikel/Literatur
zur Einführung
Beckermann, A. (1999). Analytische
Einführung in die Philosophie des Geistes. Berlin, New York: de Gruyter. Bieri, P. (21993)[Hrsg.]. Analytische Philosophie des Geistes. Königstein: Hain. Weitere Literaturhinweise und Internetressourcen werden in der Veranstaltung bekanntgegeben. |
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Gewünschte
Vorbereitungen der Teilnehmerinnen
Bitte lesen Sie für die erste Sitzung: Lanz, P. (1993). Vom Begriff des Geistes zur Neurophilosophie: Das Leib-Seele-Problem in der angelsächsischen Philosophie des Geistes von 1949 bis 1987. In A. Hügli (Hrsg.), Philosophie im Zwanzigsten Jahrhundert. Zweiter Band. Reinbek: Rowohlt |
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