KO

Titel der Veranstaltung

Arbeitsgemeinschaft Philosophie des Mittelalters und ihre Wirkungsgeschichte:

Methodenmonismus und Disziplinenpluralität. Zum Verhältnis von Philosophie, Theologie und Recht im 12. Jahrhundert

Leitung

Prof. Dr. M. Dreyer/ Prof. Dr. Dr. I. Riedel-Spangenberger

Ort

nach Vereinbarung

Beginn

 

Wochentag

 

Zeit

nach Vereinbarung

teilprüfung

möglich

Gewichtung

Gleichermaßen inhaltliche

wie methodische Ausrichtung

Leistungsnachweis

Hausarbeit

Voraussetzungen

Lateinkenntnisse

Verpflichtende Vorbesprechung: 31.10.2002, 13.00 Uhr, Zi. 00-523 (Philosophicum)

Gegenstand der Veranstaltung

Das 12. und nachfolgende 13. Jahrhundert des lateinischen Mittelalters gelten als die Zeit einer umfassenden Verwissenschaftlichung menschlichen Wissens. Zwei Disziplinen, die Philosophie und die Jurisprudenz, übernehmen im Prozeß der Ausbildung der mittelalterlichen Wissenschaften eine führende Funktion. Insbesondere ihre methodischen Standards und ihre methodologischen Überlegungen sind es, die die übrigen Disziplinen nachhaltig prägen.

Inhaltliches/Methodisches Vorgehen; Didaktische Vorgehensweise

Das interdisziplinär angelegte Kolloquium will anhand ausgewählter philosophischer und kanonistischer Texte des 12. Jahrhunderts Themen mittelalterlicher Methodologie erörtern. Hierzu gehören Fragen wie diese: Wie ist der Zusammenhang von wissenschaftlichem Wissen und Methode? Gibt es für alle wissenschaftlichen Disziplinen nur eine einzige Methode? Welches ist der Zusammenhang zwischen dem Gegenstand der Disziplin und ihrer Methode? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen einer wissenschaftlichen Methode?

Artikel/Literatur zur Einführung

Lit. : M.-D. Chenu, La théologie au douzième siècle (Etudes de philosophie médiévale 45) Paris 1957; M. Dreyer, More mathematicorum. Rezeption und Transformatiom der antiken Gestalten wissenschaftlichen Wissens im 12. Jahrhundert (BGPhThMA NF 47), Münster 1996; dies., Razionalità scientifica e teologia nei secoli XI e XII, Milano 2001; J. de Ghellinck, Le mouvement théologique du 12e siècle: Etudes, recherches et documents, Bruges 1948; K. Helmer, Bildungswelten des Mittelalters, Hohengehren 1997; P. Landau, Die Entstehung der systematischen Dekretalensammlungen und die europäische Kanonistik des 12. Jahrhunderts, in: ZRGKA 65, 1979,120-148; G. May / A. Egler, Einführung in die kirchenrechtliche Methodik, Regensburg 1986; C. H. F. Meyer, Die Distinktionstechnik in der Kanonistik des 12. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte des Hochmittelalters, Leuven 2000; ders., Konsens und Dekretalen. Beiträge zur Geschichte der Quellen des kanonischen Rechts, Goldbach 1997; I. Riedel-Spangenberger, Schriftautorität und Lehrautorität. Paradigmen der klassischen Kanonistik und ihre Rezeption: Verbindliches Zeugnis III: Schriftverständnis und Schriftgebrauch, hg. v. T. Schneider und W. Pannenberg, Freiburg-Göttingen 1998, 247-260.

Gewünschte Vorbereitungen der Teilnehmerinnen

Ausgewählte Lektüre der angegebenen Literatur.