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Titel der Veranstaltung

Grundfragen der Hermeneutik

Leitung

Prof. Dr. M. Dreyer

Ort

P 10

Beginn

31.10.2002

Wochentag

Do

Zeit

12.15-13.00

Gegenstand der Veranstaltung

Hermeneutik ist ihrem Ursprung nach die Kunstlehre des Verkündens, Dolmetschens, Erklärens und Auslegens, also die Lehre eines bestimmten Verhaltens der menschlichen Rationalität. Objekt dieser Form menschlicher Rationalität ist zunächst einmal die gesprochene Rede oder der schriftlich fixierte Text und in einem weiteren Sinn all das, was zu seinem Verstehen der Auslegung bedarf. Hermeneutik – so verstanden – ist also eine Methodenlehre. Ihrer Herkunft nach ist sie besonders den wissenschaftlichen Disziplinen als methodologische Reflexion zugeordnet, die sich in ihrer Arbeit wesentlich auf Rede und Text stützen. Hierzu zählen die Theologie und die Jurisprudenz, ebenso aber auch die philologischen Disziplinen.

 

Die Vorlesung soll in erster Linie in die Philosophische Hermeneutik als Methodenlehre einführen. Es werden ausgewählte historische Positionen vorgestellt und aktuelle Grundfragen diskutiert. Zumindest in Ansätzen soll aber auch die Richtung der Philosophischen Hermeneutik vorgestellt werden, die mit Heidegger das Verstehen als grundlegenden Existenzmodus des Daseins, d.h. des Menschen begreift.

 

Die Vorlesung versteht sich als Grundvorlesung und ist für Anfängerinnen und Anfänger im Studienfach Philosophie konzipiert.

 

Die Veranstaltung ist geeignet für Hörerinnen

 

               ohne Vorkenntnisse                                mit Grundkenntnissen in Philosophie

     im Grundstudium                                    mit Vorkenntnissen bez. der Thematik

     im Hauptstudium                                    mit fundierten Vorkenntnissen

                                                                 

 

Artikel/Literatur zur Einführung

Lit.: H.-G. Gadamer, Art. Hermeneutik, in: HWPh 3 (1974) Sp. 1061-1073; A. Bühler, Hermeneutischer Intentionalismus und die Interpretation philosophischer Texte, in: Logos. Zeitschrift für systematische Philosophie NF 2 (1995), 1-18; ders., Die Vielfalt des Interpretierens, in: Analyse & Kritik 21 (1999), 117-137.

 

Gewünschte Vorbereitungen der Teilnehmerinnen

Lektüre der angegebenen Literatur.