Gegenstand der
Veranstaltung
Die Vorlesung ist bemüht,
einen Einblick in die Entwicklungstendenzen der philosophischen Romantik im
Deutschland des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts zu geben und
die theoretischen Konzepte der Hauptrepräsentanten der Philosophie der Romantik
darzulegen. Im Einleitungsabschnitt wird der Versuch unternommen, eine
Begriffsbestimmung dessen zu geben, was Romantik ist und welches die
zentralen philosophischen Ideen sind, die ihr Wesen bestimmen. In den
nachfolgenden Komplexen der Vorlesung werden zunächst frühe Wegbereiter des
philosophisch-romantischen Denkens behandelt (etwa Franz Hemsterhuis oder die
Nähe Fichtes zur Romantik), um sich dann einzelnen Denkern der philosophischen
Romantik direkt zuzuwenden, wie: F. W. J. Schellings Leistung für die
Jenenser Frühromantik und sein Einfluß auf den Zeitgenossen G. W. Ritter, der
eine "romantische Physik" entwickelte; Novalis (Fr. v. Hardenberg),
der einen magischen Idealismus begründete und als "Bergmann
Hardenberg" zugleich geographisch die mitteldeutschen Braunkohlenreviere
vermaß; Friedrich Schlegel, der einer Universalpoesie als Philopoetik zustrebte.
Kurze Seitenblicke sollten dem romantisch-konservativen Politikverständnis eines
Adam Müller und Fr. Carl von Savigny gelten. Durchgängig wird jedoch das
romantische Verhältnis Natur-Geschichte-Mensch in der Vorlesung im Auge
behalten werden.
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