PS

Titel der Veranstaltung

"Grundfragen der amerikanischen feministischen Philosophie" (Blockseminar: 25. Januar, 1. und 8. Feb. 2003)

Leitung

Dr. Kathleen Magnus

Ort

 

Beginn

      25. Jan.

Wochentag

   3 x Samstag

Zeit

9-12, 13-17:30 (st)

Voraussetzungen

Die Fähigkeit englische Texte zu lesen. Bereitschaft aktiv teilzunehmen.

 

Zum Erwerb des Scheines wird folgendes vorausgesetzt:

 

1)      Anwesenheit an allen Tagen des Seminars

 

2)      einen 15-20 min. Vortrag über einen der vorgesehenen Texte. Studenten dürfen in Gruppen von zwei oder drei zusammen an demselben Text arbeiten. (Trotzdem sollte jede(r) 15-20 min. vortragen.)

Entscheidend für die Note sind: 

a)      eine kurze Darstellung des Hintergrundes des Textes

b)      eine klare Abhandlung der Hauptpunkte des Textes

c)      durchdachte Fragen zur Diskussion

 

3)  einen 5-7 seitigen Aufsatz über ein Thema des Seminars, der bis 15. April 2003 an die Lehrbeauftragte zuzuschicken ist. 

 

Bitte beobachten Sie:

 

1. Student/Innen, die einen Schein erwerben möchten, sollten sich direkt per Email bei der Lehrbeauftragten melden (KTMAGNUS@aol.com), damit besprochen werden kann, welchen Text Sie in dem Seminar vorstellen. Wer sich zuerst meldet, hat eine bessere Auswahl an Texten!

 

2. Der Kurs wird hauptsächlich auf deutsch gehalten, obwohl die Texten in englisch sind. Student/Innen, die sich im Englischen nicht sicher fühlen, werden ermutigt deutsche Fassungen der Texte (insoweit sie vorhanden sind) zusätzlich zu benutzen. Englische Fassungen der Texte werden ab 4. November in der Seminarbibliothek ausliegen.

 

3. Dieser Kurs ist nicht nur für Frauen. Männer sind gerne gesehen!

Gegenstand der Veranstaltung

In diesem Seminar werden wir wichtige Texte der feministischen Theorie der letzten zwanzig Jahre in den USA behandeln. Dabei werden wir den Einfluß feministischer Theorien auf moralische, politische, psychologische und soziale Theorien untersuchen. Der Kurs wird in drei Teile geteilt. Im ersten Teil „Frauen und Differenz“” (25. Januar)  werden wir folgende Fragen diskutieren: Denken Frauen bezüglich moralischer Themen anders als Männer? Gibt es psychologische Unterschiede zwischen Männer und Frauen? Wie wichtig sind Unterschiede zwischen Frauen? Wie wird das Verständnis der Geschlechterunterschiede gesellschaftlich konstruiert? Im zweiten Teil „Geschlecht und der Körper“ (1. Februar) werden wir uns mit diesen Fragen beschäftigen: Wie haben soziale Stereotypen und Erwartungen hinsichtlich des Aussehens von Frauen die Frauen unterdrückt? Warum verlangt die Gesellschaft, dass Frauen dünn sein sollten? Welchen Einfluß haben Rassenunterschiede auf die weibliche Erfahrung des Körpers? Ist der männliche Körper wirklich das Paradigma für hervorragende athletische Leistung? Im dritten Teil „Politik-und Gesellschaftstheorie“ (8. Februar) werden die folgenden Fragen im Vordergrund stehen: Was sind die grundsätzlichen Probleme der liberalen politischen Gedanken? Wie ist der heutige Stand der “affirmative action debate” in den USA? Wie kann der Staat Frauen und Männer gleich behandeln? Kann eine weibliche Vision der Politik Frieden fördern ?

 

 

 

 

Inhaltliches/Methodisches Vorgehen

Lektüre, Referate, Erarbeitung der Texte und Diskussion der Hauptthemen in der US-amerikanischen, feministischen Theorie.

Didaktische Vorgehensweise

Lektüre, Diskussion, Debatten zwischen Studentinnen.

Artikel/Literatur zur Einführung

Carol Gilligan, “Images of Relationship,” In a Different Voice: Psychological Theory and Women's Development. Cambridge, Mass.: Harvard University Press, 1982.

Jessica Benjamin, “Woman’s Desire,” The Bonds of Love: Psychoanalysis, Feminism, and the Problem of Domination.  New York: Pantheon Books, 1988.

Bell hooks, “Racism and Feminism: The Issue of Accountability,” Ain’t I a Woman: Black Women and Feminism.  Boston: South End Press, 1981, 1992.

Judith Butler, “Performance Acts and Gender Construction: An Essay in Phenomenology and Feminist Theory,” Performing Feminism: Feminist Critical Theory and Theatre. Edited by Sue-Ellen Case. Baltimore: Johns Hopkins University Press, 1990. (freiwillig)

Naomi Wolf, Introduction to The Beauty Myth: How Images of Beauty Are Used Against Women.  New York: William Morrow and Company, Inc., 1991.

Susan Bordo, “The Body and the Reproduction of Femininity,” Unbearable Weight: Feminism, Western Culture and the Body. California University Press, 1993.

Judith Ortiz Cofer, “The Story of My Body,” The Latin Deli (1993). Reprinted in Rereading America: Cultural Contexts for Critical Thinking. 4th Edition. Boston: Bedford / St. Martin’s Press, 1998.

Mariah Burton Nelson, “Boys Will Be Boys and Girls Will Not” From The Stronger Women Get, the More Men Love Football: Sexism and the American Culture of Sports (1994). Reprinted in Rereading America: Cultural Contexts for Critical Thinking. 4th Edition. Boston: Bedford / St. Martin’s Press, 1998. (freiwillig)

Susan Moller Okin, “Justice as Fairness: For Whom?” and “The Personal is Political,” Justice, Gender and the Family.  New York: Basic Books, 1989.

Kelly Oliver, “False Witnessing,” Beyond Recognition: Witnessing. Minneapolis: University of Minnesota Press, 2001.

Nancy Fraser, “Gender Equity and the Welfare State: A Postindustrial Thought Experiment,” Democracy and Difference: Contesting the Boundaries of the Political. Edited by Seyla Benhabib. Princeton: Princeton University Press, 1996.

Riane Eisler, “Dominator and Partnership Sexuality,” “Bondage or Bonding: Sex, Spirituality, and Repression,” and “The Dominator and Partnership Models,” Sacred Pleasure: Sex, Myth, and the Politics of the Body—New Paths to Power and Love. San Francisco: Harper Collins, 1995.

Gewünschte Vorbereitungen der Teilnehmerinnen

Jede Woche werden wir drei oder vier von den obengenannten Texten diskutieren. Das heisst, die Studentinnen sollten mindestens die ersten drei Texte vor der ersten Sitzung gelesen haben. Es wäre empfehlenswert, wenn sich die Studentinnen im Vorfeld auch schon zum Teil mit den restlichen Texten auseinandersetzen würden.