PS

Titel der Veranstaltung

Telenomie, Teleologie, Zufall und Notwendigkeit - Der Zweckbegriff
bei Aristoteles, Kant und in den Naturwissenschaften

Leitung

R. Zecher

Ort

P 5

Beginn

30.10.2002

Wochentag

Mi

Zeit

11.30-13

Teilprüfung

möglich

Gewichtung

Systematik

Leistungsnachweis

Referat und Hausarbeit

Voraussetzungen

keine

Gegenstand der Veranstaltung

Der Telos- oder Finalitätsbegriff gehört seit Aristoteles zum Inventar philosophischer Reflexion. Seine Geschichte ist wechselseitig. Denn mit dem Aufkommen der Naturwissenschaften und der damit verbundenen Metaphysikkritik geriet die Lehre vom Telos immer mehr in Mißkredit. Um den Bruch mit der Tradition zu dokumentieren, wurde beispielsweise in der modernen Biologie der Teleonomiebegriff eingeführt. Gleichwohl läßt sich zeigen, daß die Rede von der Zweckmäßigkeit nach wie vor unerläßlich ist, um insbesondere biologische Phänomene einer Klärung zuzuführen. Ziel der Veranstaltung ist es, den aristotelischen und kantischen Zweckmäßigkeitsbegriff ebenso zu interpretieren wie moderne naturwissenschaftliche Alternativen und ihre jeweilige Effizienz an aktuellen Beispielen zu überprüfen.

Inhaltliches/Methodisches Vorgehen

Erarbeitung der Begriffsinhalte nach systematisch-kritischen Gesichtspunkten

Didaktische Vorgehensweise

Textlektüre der in Frage kommenden Literatur und anschließende Anwendung auf naturwissenschaftliche Fallbeispiele

Artikel/Literatur zur Einführung

Kant: Kritik der Urteilskraft
Aristoteles: Metaphysik
Spaemann/Löw: Die Frage Wozu?, München/Zürich 21985
Bernd-Olaf Küppers: Der Ursprung biologischer Information, München/Zürich 21990