Vorlesung

 

 

Titel der Veranstaltung

Philosophie und Ästhetik
des Surrealismus

 

 

Leitung

Prof. Dr. Jörg Zimmermann

 

 

Ort

Medienhaus Wallstraße 11

 

Beginn

28. 10.2002

 

Wochentag

Montag

 

 

Zeit

14-16 Uhr

 

 

Gegenstand der Veranstaltung

Der Surrealismus zählt zu den wichtigsten Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts. Philosophisch wendet er sich gegen den von Descartes begründeten Rationalismus, um unter Berufung auf die Romantik, Nietzsche, Bergson und Freud die fundamentale Rolle des Unbewußten, der Phantasie und des Traums zu betonen. Gegen die ethischen und politischen Folgen dieser Denkweise hat wiederum Jean Paul Sartre Einspruch erhoben.

Die Vorlesung wird sich ebenso mit Bretons surrealistischen Manifesten beschäftigen wie mit ästhetisch-kunsttheoretischen Positionen aus den Bereichen der Bildenden Kunst, der Fotografie und des Films (Max Ernst, Magritte, Dali, Giacometti, Man Ray, Bunuel). 

 

 

Literatur zur Einführung

Barck, Karlheinz (Hrsg.): Surrealismus in Paris 1919-1939, Leipzig - Reclam – 1990

Lebel, Robert/Sanouillet, Michel/Waldberg, Patrick: Der Surrealismus. Dadaismus und metaphysische Malerei, Köln 1987

Virmaux, Alain u. Odette: Les surréalistes et le cinema, Paris 1976

Zimmermann, Jörg u.a. (Hrsg.): Die Erfindung der Natur. Max Ernst, Paul Klee, Wols und das surreale Universum, Katalogbuch Freiburg 1994

Gauthier, Xavière: Surrealismus und Sexualität. Inszenierung der Weiblichkeit. Wien - Berlin 1980

Zimmermann, Jörg: Chimären der Einbildungskraft – Zur Inversion des cartesianischen Zweifelspiels im Horizont des Surrealismus, in: Wilhelm Friedrich Niebel u.a. (Hrsg.): Descartes im Diskurs der Neuzeit. Frankfurt am Main 2000, S. 329 – 348