HS

Titel der Veranstaltung

Vernunft und Offenbarung – philosophischer und theologischer Glaube / interdisziplinäres Hauptseminar

Leitung

Prof. Dr. Dietz

Prof. Dr. Gerlach

Ort

P 207

Beginn

06. 11. 2003

Wochentag

Donnerstag

Zeit

10:00 – 11:30

Teilprüfung

nicht möglich

Gewichtung

inhaltl. Textarbeit

Leistungsnachweis

Seminarreferat, Hausarbeit

Voraussetzungen

Syst. -theologische oder philosophische Proseminare, Bereitschaft zur aktiven Seminarmitarbeit in Form von Referatübernahmen und offensiver Seminardiskussion.

Gegenstand der Veranstaltung

Anhand der Schrift “Der philosophische Glaube“ von Karl Jaspers und unter Hinzuziehung bestimmter Abschnitte aus seinem Werk “Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung“ geht es um die Verhältnisbestimmung von Philosophie und Theologie, wobei die uralte Frage nach  Wissen und Glauben, Vernunft und Offenbarung das Kerngeschehen der Diskussion ausmachen wird. Das Seminar wird sich mit dem Begriff des philosophischen Glaubens, seinen Glaubensgehalten im Verhältnis zu religiösen Glaubensgehalten und dem Gottesgedanken aus philosophischer und theologischer Sicht beschäftigen. Jaspers’ Frage, ob der Mensch das Maß aller Dinge ist und wie dabei das Verhältnis von Immanenz (Welt) und Transzendenz zu bestimmen ist. Schließlich sollte auch der Jaspers’sche Chiffrebegriff behandelt werden.

Inhaltliches/Methodisches Vorgehen

Das Seminar ist in seinem Kerngeschehen wesentlich textanalytisch und textkritisch angelegt. Aus theologischer und philosophischer Sicht wollen wir uns einem zentralen Problem in Theologie und Philosophie anhand Jaspers’scher Positionen nähern.

Didaktische Vorgehensweise

Auf Basis von Seminarreferaten (bis zu 30 Min.), die eine Einführung in die jeweils zu lesende Literatur geben sollen, wird eine offensive Seminardiskussion angestrebt, die Identität und Differenz zwischen Philosophie und Theologie zeigen sollte.

Artikel/Literatur zur Einführung

H. Fahrenbach: Philosophische Existenzerhellung und theologische Existenzmitteilung. In: Theolog. Rundschau 24, 1956/57

W. Hertel: Existentieller Glaube. Eine Studie über den Glaubensbegriff von K. Jaspers und  P. Tillich. Meisenheim a.Glan 1971

Gewünschte Vorbereitungen der Teilnehmerinnen

Ein erstes Einlesen in den zentralen Jaspers-Text wäre wünschenswert.

Es sollte hier betont werden, daß  in diesem interdisziplinären Hauptseminar sowohl philosophische als auch theologische Scheine erworben werden können.