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Titel der
Veranstaltung
Ganzheitliches Denken im Deutschen Idealismus (in
der naturphilosophischen, kulturhistorischen und theoriepolitischen
Perspektive)
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Leitung
Prof. Dr. L. Miodoński |
Ort
P 204 |
Beginn
30.10.2003 |
Wochentag
Donnerstag |
Zeit
11.30-13 |
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Gegenstand der
Veranstaltung
Das Thema der Vorlesung ist, die Ganzheitsidee im Deutschen Idealismus einer kritischen Analyse zu unterziehen und diese dabei als Grundparadigma einer natur-, kultur- und sozialphilosophischen Weltauffassung darzustellen. Indem der Deutsche Idealismus den für die Cartesianische Tradition charakteristischen Dualismus aufhebt, entwickelt er eine neue Idee des Ganzen, die nicht nur auf einem konsequenten Monismus, sondern auch auf der Vorstellung einer wechselseitigen Ganzheit und Harmonie beruht. Universeller Charakter der Ganzheitsidee stellt einen Grundfaktor dar, der die neue Weltbetrachtung als Zusammenhang der ihrem Wesen nach identischen Faktoren und Erscheinungen als lebendiger und mitfühlender Organismus begreift. Trotz aller theoretischen Unterschiede in den einzelnen Haltungen, das ganzheitliche Weltverständnis scheint ein schwer zu überschreitendes Paradigma zu sein. Es bildet nämlich einen Entwurfsrahmen, eine Ausgangsperspektive und eine besondere Begriffskonstruktion. In diesem Sinne kann von einer Art „Gedankengemeinschaft“, einem bestimmten intuitiv verständlichen „intellektuellen Alltagsklima" sowie einem für die idealistische Suche nach dem Absoluten besonderen Philosophiestil gesprochen werden. Man kann das Modell des ganzheitlichen Denkens für das Grundparadigma des deutschen Idealismus halten. In seinen Wandlungen dagegen stelle ich ein Novum und eine Originalität der deutschen Philosophie fest. Die Vorlesung versteht sich als Grundvorlesung und ist für Anfängerinnen und Anfänger im Studienfach Philosophie konzipiert.
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Die Veranstaltung ist geeignet für Hörerinnen
x ohne Vorkenntnisse mit Grundkenntnissen in Philosophie x im Grundstudium mit Vorkenntnissen bez. der Thematik im Hauptstudium mit fundierten Vorkenntnissen
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Artikel/Literatur
zur Einführung
Rolf Amtmann: Die Ganzheit in der europäischen Philosophie von Platon bis Othmar Spann. Die Welt als Sinnbild und Seinsbild, Tübingen 1992. (058) Rolf Amtmann: Sinn und Sein. Die Ganzheit in der europäischen Philosophie, Tübingen 1996. (000) Wolfgang Böcher: Natur, Wissenschaft und Ganzheit. Über die Welterfahrung des Menschen, (1992). (063) Guido Flatten: Die Entwicklung eines ganzheitlichen Bildes des Menschen in der Heilkunde der Romantik und seine Bedeutung für die Gegenwart, Herzogenrath 1990. (034) Kristian Köchy: Ganzheit und Wissenschaft. Das historische Fallbeispiel der romantischen Naturforschung (1997). (070) |
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Gewünschte
Vorbereitungen der Teilnehmerinnen
Lektüre der angegebenen Literatur. |
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