Philosophie und Ästhetik des Traums

Prof. Dr. Jörg Zimmermann

Vorlesung

Zeit und Ort: Do 18-20, Medienhaus, Wallstr. 11, Hörsaal, Beginn: 27.10.2003

Daß alles ein Traum sein könnte, - diese These zählt zu den ältesten Einwänden gegen die für unser alltägliches Denken und Handeln so selbstverständliche Annahme einer real vorgegebenen Welt. Von Platon bis Wittgenstein wurde das Traumargument mit unterschiedlichen Konsequenzen reflektiert, im 20. Jahrhundert ergänzt um Theorien der Psychoanalyse und der empirischen Traumforschung. Die seit der Romantik bedeutsame Ästhetik des Traums soll wiederum an Beispielen aus verschiedenen Künsten von der Literatur bis zum Film erläutert werden (Novalis, Kafka, Baudelaire, Borges, Dürer, Goya, Max Ernst, Wagner, Bunuel, Pasolini, Bergman u.a.).  

Literaturhinweise: Wagner-Simon, Therese / Benedetti, Gaetano (Hrsg.): Traum und Träumen. Traumanalysen in Wissenschaft, Religion und Kunst. Göttingen 1984 / Béguin, Albert: Traumwelt und Romantik. Bern und München 1972 / Schuster-Schirmer, Ingrid: Traumbilder von 1770-1900. Von der Traumallegorie zur traumhaften Darstellung, Bremen 1975 / Zimmermann, Jörg: Psychische Realität. Aspekte einer hermeneutischen Grundlegung der Psychoanalyse, in: Sebastian Goeppert (Hrsg.) Die Beziehung zwischen Arzt und Patient, München 1975, S. 287 - 318. / Dieterle, Bernard (Hrsg.): Träumungen. Traumerzählungen in Film und Literatur. St. Augustin 1998 / Borges, Jorge Luis: Buch der Träume, München 1981 / Stenzl, Jürg: Musik und Traum. München 1991 / Freud, Sigmund: Die Traumdeutung. Leipzig und Wien 1900

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