PS

Titel der Veranstaltung

Platon, Charmides

Leitung

PD Dr. H. Benz

Ort

P 108

Beginn

25.10.2004

Wochentag

Mo

Zeit

18.15-19.45

Teilprüfung

nicht möglich

Gewichtung

inhaltl.-method.

Leistungsnachweis

mdl.-schriftl. Referat

Voraussetzungen

Griechischkenntnisse günstig

Gegenstand der Veranstaltung

Der Charmides behandelt - wie die meisten Frühdialoge Platons - die Frage: „Was ist Tugend“ bzw. „Was ist eine bestimmte Tugend“, in diesem Fall: „Was ist die Besonnenheit“. Bei den Definitionsversuchen wird erstmals in der Philosophiegeschichte eine Theorie der Selbsterkenntnis entwickelt, die aber anders geartet ist als neuzeitliche und moderne Bewußtseinstheorien. Ein rein selbstbezügliches Wissen des Wissens wird von Sokrates ausdrücklich als sinnlos, unüberprüfbar und im Hinblick auf ein Erlangen von Glück nutzlos erwiesen.

Im Seminar soll unter anderem dem Problem nachgegangen werden, inwiefern ein Wissen des Guten gutes Handeln bedingt und inwiefern Aristoteles’ Kritik an dieser Lehre berechtigt ist.

Inhaltliches/Methodisches Vorgehen

Gemeinsame Lektüre und Besprechung des Textes, Aufwerfen und Beantwortung von Fragen, Diskussion, Referate

Artikel/Literatur zur Einführung

Thomas Alexander Szlezák, Gespräche unter Ungleichen, Zur Struktur und Zielsetzung der platonischen Dialoge. In: G. Gabriel & C. Schildknecht (Hg.), Literarische Formen der Philosophie (Stuttgart 1990) 40-61.

Ders., Platon lesen (Stuttgart, Bad-Cannstatt 1993).

Arbogast Schmitt, Die Moderne und Platon (Stuttgart 2003)

Gewünschte Vorbereitungen der Teilnehmerinnen

Besorgen der Textausgabe und Lektüre des Nachworts

 

Text: Platon, Charmides. Griechisch/Deutsch, übers. & hg. v. Ekkehard Martens (Stuttgart 1977). Reclam: Universal-Bibliothek-Nr. 9861.